Was stimmt nicht an Buchinger?

Immer wieder höre ich Berichte, daß während der Fastenkur Gemüsebrühe, mineralische und fruchtige Getränke, Tees und am Anfang sogar Glaubersalz (Natriumsulfat) verabreicht wurden. Und daß man krank blieb. Die Akne blieb, das Rheuma blieb. Woran liegt das?

Nur bei völliger Nahrungsabstinenz erfolgt die Entfaltung der Selbstreinigungskräfte in ihrem vollen Ausmaß. Während durch die Aufnahme von Nährstoffen Kohlehydrate von außen zur Energiegewinnung bereitstehen, stellt sich der Organismus beim Erdfasten völlig neu auf die Umwandlung körpereigener Substanz ein. Dabei geht er mit höchster Intelligenz vor, was sich an der deutlich wahrnehmbaren Ausscheidung der Schadstoffe zeigt und in der späteren Aufbauphase - begleitet von sich verdichtendem Haarwuchs, jugendlichem Aussehen und vor allem dem Wegbleiben der Schmerz- und Müdigkeitszustände - äußert. Während die Buchingervariante lediglich ein Umstellen auf flüssige Ernährung bedeutet und unter weniger tiefer Reinigung der Organgewebe ausgeht - die Talgdrüsen also verstopft und die Harnsäure in den Gelenken bleiben, räumt der Organismus des Erdfastenden zu allererst diese störenden Ablagerungen heraus. Halbtote Zellen mit verstopften Membranen, vergiftetem Plasma und - natürlich im Einklang mit der evolutionären Auslese stehend - defekter Gensubstanz werden abgebaut und zur lebensnotwendigen Energiegewinnung verwertet. Bei Buchinger bleiben die Defekte aber erhalten und vervielfältigen sich nach der Kur weiter. Die nur unzureichend abgebauten Giftdepots verursachen bald wieder die alten Beschwerden - Kopfschmerzen, Gewebeschmerzen in Füßen, Oberschenkeln, Rücken, Hautjucken und so weiter.

Da während der Buchingerkur die Mineralien weiterhin in Form von durch stoffumwandelnde, menschengenachte Prozesse erzeugten Chemikalien (Glaubersalz Na2SO4 x10 H2O, Natriumchlorid NaCl, Multivitaminpräparate) aufgenommen werden, statt der mit unserer Urprogrammierung übereinstimmenden Erde, verbleiben die alten Suchtstoffe zum Teil in ihren körperlichen Lagerstätten und machen eine beständige Ernährungsumstellung im Anschluß an die Kur unmöglich. Die allmähliche Rückkehr der früheren Körperüberproportionen, die man dummerweise "Jo-Jo-Effekt" statt "Krankfreßeffekt" nennt, signalisiert den Fehler der vermeintlichen Fastenkur äußerlich.

Die Erdfastenkur hingegen steht im Einklang mit unserer nur natürlichen, nach Millionen Jahren zählenden Evolution. Mitunter fanden die Ururahnen tagelang nichts zu essen oder sie folgten nach einem Fehltritt dem Leidensdruck und ließen das Essen einige Zeit lang gänzlich weg, so wie es die Tiere der Erde auch jetzt noch tun. Die erstaunlichen Heilerfolge z.B. bei den auf Verunreinigungen in den Gefäßen beruhenden Kreislaufleiden oder bei den onkologischen Phänomenen beweisen, daß der Organismus nicht wahllos, sondern eben mit höchster Intelligenz an seine eigenen Eiweisreserven geht, um die lebenswichtigen Prozesse aufrechtzuerhalten. Nach Beendigung seiner Reinigungs- und Reparaturarbeit gibt er uns eindeutige Signale für die Beendigung der Nahrungsabstinenz und fordert zum Essen auf. Daß ich selbst die letzte, höchst eindringliche Stufe dieser von der Natur an mein Bewußtsein ausgesandten Signale erlebt hatte, überzeugte mich für immer von der Weisheit eines rein auf Vertrauen in die lebenserhaltende Kraft der Natur beruhenden Fastens ohne jede energiehaltige Nährstoffaufnahme.

Eine andere Frage ist, ob man in einem Zuge durchfasten soll oder besser stufenweise vorgeht. Die durch Zivilisationseinflüsse in uns hinterlassenen negativen Veränderungen lassen in seltenen Fällen ein behutsames Fasten unter der Begleitung erfahrener Menschen ratsam erscheinen. Normalerweise aber kann jeder Mensch ohne fremde Hilfe einige Tage lang auf diese Weise fasten, ohne in irgendeine Gefahr zu geraten. Diese Maßnahme ist für ihn sicherer, als wenn er Tag für Tag so weitermacht wie bisher. Und sicherer, als sich eben auf eine "Fastenkur nach Buchinger" einzulassen, auf die so viele fliegen, weil sie weiter an der Feuerkost dranbleiben dürfen. Ich kenn mehr als einen unnötig Unglücklichen damit.

Für schwerkranke Rheumatiker erweist sich das teuere Buchinger-Fasten in einer Klinik als unverzeihliche Halbheit. Die nach meinen Erfahrungen seine von Ärzten erzeugte Einrede, Träger eines genetischen Defektes zu sein, erhärtet und ihn für immer krank bleiben läßt. Die Ausprägung der Persönlichkeitsmerkmale und evtl. auch der Krankheitssymptome durch unsere Gene ist derart vernetzt, daß sie niemals von noch so hochschulmedizinisch organisiertem Personal durchschaut werden kann. Da so gut wie nichts über die genetische Vielfalt bekannt ist, kann ein studierter Mensch niemals mit letzter Gewißheit sagen, welche genetische Konstellation einen anderen Menschen im Idealfall ausmacht und gesund für ihn ist und welche nicht. (Nun, im Jahre '05, ist inzwischen Ernüchterung bei der Gentherapie eingetreten. Was sich in den Zellkernen mechanistisch manifestiert, ist eben der Plan und das aaktuelle Handeln des Universums. Jetzt hat man die "Verpackung" des Zellkerns als wesentlich für die Auswahl und Aktivierung der Genabschnitte ausgemacht. Lächerlich!)


Literaturempfehlungen sind andernorts auf den Waldhaus-Webseiten zu finden.

Noch ein Wort zur ärztlichen Überwachung während Ihrer Fastenkur.
Wenn Sie den Ärzten, die das Heilenkönnen bei den "heilbaren Krankheiten" zu beherrschen vorgeben, widersprechen, Ihre Leiden heilen zu können, und wenn Sie das der Natur überlassen, warum trauen Sie der Natur dann nicht auch zu, Sie während der Kur zu überwachen? Was also soll ein dummer Arztmensch mehr aus Ihren Blut- und Urin- und Pulsdaten herausfinden, als Sie selber oder die weise Natur? Gut, es gibt ein paar sehr dynamisch einhergehende, auch meßbare Effekte, aber das alles sollten Sie nicht überbewerten, sondern als Wiedereintritt der Kommunikation mit dem Universum interpretieren. Und der fängt eben mit einer kleinen Abreibung an, nach Ihrer Abtrünnigkeit.
Zur Rolle der Ärzte beim Fasten verweise ich auch auf ARCHIV in WPIK. Das dort Gesagte ist die Regel, im Ausnahmefall kann bei uns ärztliche Überwachung Bestandteil der Kur sein.


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PS: Da mich heute, im Mai 2003, eine Anfrage von einem durch "Heilfasten" in Not geratenen Mann erreichte, gebe ich den Text hier zur Untermauerung und Warnung wieder, denn das Heilfasten ist in Wahrheit eher ein Krankfasten:

Rainer schrieb:
Hilfe, ich habe 7 Tage Heifasten gemacht und 5 Liter an Tag (Tee,
Gemüsesäfte mit etwas Chayennepfeffer und Ahornsirup) getrunken.
Nun bekam ich migräneartige heftigste Kopfschmerzen die mich völlig
lahmlegten. Konnte nicht rauskriegen was mir fehlt. Habe nach 7 Tagen
abgebrochen und heute (5 Tage danach) immer noch starke Neigung zu
Kopfschmerzen und Schwindel, was ich vorher in meinem 50 Jährigen
Leben nie kannte.
 

Aktualisierung, April 2005:
Dem Rainer geht es gut auch nach der ungünstigen Fastenform mit dem Salz. So gut, daß er Ende des Monats vor lauter Unternehmungslust zu einem ganz anderen Flecken dieser Erde übersiedeln wird, mit seinen weit über 50. Seine Kopfschmerzen während dieses Fastens ordne ich heute weniger dem Glaubersalz zu, als vor zwei Jahren. Nach wie vor halte ich zwar den Heilerde-Einsatz gegenüber dem Natriumsulfat für die weit bessere Wahl und den Tee für gänzlich unangebracht. Aber die Kopfschmerzen sind nun mal beim Abschied von der Küchenkost häufiger Begleiter in der Fastenzeit, und vielleicht waren sie ja gar nicht so unerträglich für ihn gewesen. Jedenfalls ist der liebe Rainer auch heute leider noch nicht über den Berg, kann ihn leicht ein Naturstoß ereilen. Was seinen Gesundheitsstatus angeht. - Trotzdem es ihm so gut geht. Vielleicht hören wir ja noch mal voneinander? Richtig gefastet und sauber geblieben ist der nämlich erst, wenn er beim Fasten absolut keine Kopfschmerzen mehr bekommt! Erst dann kann er vom Universum lebenslange Gesundheit erwarten.




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